WAS IST WO - Ihre Eintrittskarte in die Welt der Veranstaltungen

Seit dem Jahr 2008 wurde das Magazin "die eintrittsKARTE - WAS IST WO" wieder in seinen seit 1994 existierenden Namen "WAS IST WO" umgetauft und startete im April 2008 mit neuem Design, Verteilerschlüssel und Konzept nach. WAS IST WO ist ein 100prozentiges AUDIENCE-Eigenprojekt und so sind wir stolz, dass wir für dieses Projekt die gesamte Verantwortung unternehmen dürfen.

Tätigkeit Online:

- Website-Konzeption
- Webdesign
- Erstellung von CSS-Dateien
- Optimierung von Meta-Tags
- Optimierung der Browserkompatibilität
- Suchmaschinenoptmierung
- Datenbankimplemetierung
- Datenbankwartung

Technologien:

- HTML
- PHP
- Java Script
- CSS

Tätigkeiten Magazin:

- Konzeption
- Erstellung von Mediadaten
- Organisation der Verteilung
- Organisation des Drucks
- Grafikdesign
- Content, Redaktion
- Verkauf (Abos, Inserate)



Version 2 - ab 2008 das Magazin
 
Version 1 aus dem Jahr 2001  
 
Eduard Fuchs schafft die Sensation - Sieg beim Race Around Austria
2.200 Kilometer, 28.000 Höhenmeter, 100 Stunden nonstop im Sattel - schon der Anblick der nackten Zahlen des längsten und härtesten Radrennens in Europa lässt erahnen, was die Sportler beim Race Around Austria leisten mussten.

Der steirische Extremsportler Eduard Fuchs startete in sein bisher längstes Rennen im medialen Schatten der üblichen Favoriten. Der Name Fuchs tauchte dabei bestenfalls als Geheimtipp auf, den Sieg traute man vor allem dem Top-Favorit Christoph Strasser und dem Vorjahressieger David Rihtaric zu.

Auch Fuchs selbst sah sich nicht in der Favoritenrolle, für ihn war das Bewältigen der Distanz und das Sammeln von Erfahrungen bei solch extremen Rennen das große Ziel.


Von Anfang an lief beim 34-jährigen Steirer alles wie am Schnürchen. Er konnte sich von Beginn an im vorderen Feld behaupten und lag am ersten Tag gleichauf mit Vorjahressieger Rihtaric auf Platz 2 - schneller war nur Johann Eisenbraun, der das Rennen aber bereits nach etwa 40 Stunden wegen Magenproblemen beenden musste.


An Tag 2 hatte erstmals Top-Favorit Strasser die Führung übernommen, musste sie aber bereits nach kurzer Zeit an Fuchs abgeben. Fuchs drehte auf dem Weg zum Großglockner erstmals richtig auf und überquerte als Führender den Großglockner.


In der Nacht darauf legte Fuchs eine clever getimte Schlafpause ein. Just, bevor ein heftiges Gewitter los ging, legte er sich in das Betreuerauto für eine etwa 50-minütige Schlafpause. Christoph Strasser nützte dies aus, fuhr ohne Schlafpause die Nacht durch und konnnte so die Führung an sich reißen.


Doch diese Nacht sollte Spuren bei Strasser hinterlassen. Sichtlich erholt von der kurzen Schlafpause machte sich Fuchs auf die Jagd. Am Gipfel des Kühtai hatte er nur noch 30 Minuten Rückstand, im Ötztal übernahm er wieder kampflos die Führung vom mittlerweile pausierendem Strasser.


Diese Führung sollte er fortan nicht mehr hergeben. Ein spannendes Fernduell zog sich über die nächsten Stunden, wobei Fuchs kontinuierlich immer mehr Zeit gewinnen konnte. In der dritten und letzten Nacht entschied sich Fuchs seinerseits, die Pause hinauszuzögern, um dem drohenden Regen zu entkommen. Erst um drei Uhr früh legte Fuchs seine letzte, 40-minütige Schlafpause ein.


Der Vorsprung auf Strasser war zu diesem Zeitpunkt schon beruhigend. Nach der Schlafpause erfuhr Fuchs mit Bedauern, dass Christoph Strasser aufgrund gesundheitlicher Probleme aufgeben musste. Er hätte gerne weiter mit Strasser, zu dem er ein kollegial-freundschaftliches Verhältnis hat, um den Sieg gekämpft.

So hatte Fuchs am letzten Tag weniger mit seinen Gegnern, sondern mehr mit seinem Material zu kämpfen. Ein defekter Schalthebel zwang ihn zu einer mehr als 45-minütigen Zwangspause. Anfangs fuhr er zwar mit dem Ersatzrad weiter, doch die gewohnte Sitzposition und ein spezieller Sattel am Wettkampfrad waren ihm wichtiger, als jene 45 Minuten, die für den Umbau des Schalthebels vom Ersatzrad benötigt wurden. Da Fuchs in der Vergangenheit oft mit Sitzproblemen zu kämpfen hatte, wollte er nichts riskieren und unbedingt seine ausgetestete Sitzposition weiterfahren. Diese Dreiviertelstunde fehlte war es letztlich, um unter der Schallmauer von 100 Stunden zu bleiben, mit einer Zeit von 100 Stunden und 36 Minuten verbesserte er aber die im Vorjahr aufgestellte Bestzeit von David Rihtaric um mehr als einen ganzen Tag!!

Um 22:30 erreichte Fuchs als Sieger den Start- und Zielort Schärding und wurde von den Fans gebührend empfangen. Auf den Zweitplatzierten David Rihtaric konnte Fuchs im Ziel nicht mehr warten - er kam erst in den Morgenstunden ins Ziel. Den 3. Platz sicherte sich der Deutsche Bernhard Steinberger.

Fuchs: "Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich habe das Race Around Austria gewonnen. Ich ging in dieses Rennen ohne jegliche Ambitionen für einen Sieg, wollte eigentlich nur mein eigenes Rennen fahren. Ich weiß gar nicht, worüber ich mich mehr freuen soll - über den Sieg, oder darüber, dass mein Gesäß diese enorme Belastung ohne jegliche Probleme überstanden hat. Nach 2 Operationen bei den letzten beiden langen Rennen kamen schon Zweifel auf, ob ich für so etwas überhaupt gemacht bin."

Fuchs bedauert auch den Ausfall seines größten Konkurrenten: "Es tut mir sehr leid für Christoph, unser Duell war wirklich einmalig und war für alle, die das Rennen verfolgt haben, sehr spannend. Ich hätte ihm genauso den Sieg gegönnt". Das sah Strasser übrigens gleich. Unmittelbar nach seiner Aufgabe folgte ein aufbauendes SMS mit Anfeuerungen und Glückwünschen für seinen einstigen Konkurrenten.